Kern Gehäusje

 

Kern Gehäusje, Kern Gehäusle, Kern Gehäusli

Ja – es ist Zeit für Mundart. Ein Anbau für schweizer-saarländische Bauherren von Architekt mit schwäbischen Wurzeln, nun denn, jeder sucht sich aus was am Besten klingt… ich finde schwyzerdütsch ganz nett an der Stelle. Wie auch immer trifft es den Kern des Projektes – in jeder Hinsicht. Dieser wurde entnommen, herausgezerrt, oder elegant heraus gezogen? Das Innere tritt nach aussen, zeigt sich in seiner Kernflanke, der Abrisskante rundum in dunkler, schuppiger Gestalt- Auf der Giebelseite ist alles geblieben, weiß verputzt, als wäre nichts geschehen. Der Effekt liegt dem in der Umgebung fast schon üblichen Wunsch nach mehr Platz zugrunde, hier nach einem Raum mehr. Die Siedlungshäuser aus den 1950er Jahren waren enger gestrickt als die Familienbedürfnisse es heute erwarten. Dadurch wurde auch hier im Innern des Bestand Gebäudes erweitert und ergänzt, sowie Räume durchbrochen um in Kombi mit dem ‚Herausgezogenen’ den Platz und den Komfort zu erreichen. Durch ein ehemaliges Fenster als Tür tritt man ein paar Stufen hinab und steht in dem spitzgiebeligem Einraum als ‚Häusli’ ganz in unbehandeltem Holz, welches den Zweck des Schlafzimmers als Nutzung recht gut dient, durch seine Eigenschaften in klimaregulierender Hinsicht. In dieser speziellen und beruhigenden Umgebung mit einem Blick in den Garten auf einem wunderbaren, alten Baum lässt das Verweilen im Innern gerne auch den eigenen Kern suchen und vielleicht …

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