Gelb Rot

Rote Karte? Fußball? Politik? Oder einfach nur Farbenlehre? Na dann doch lieber Fußball, was sonst? Ein Spiel mit roten und gelben Trikot auf grünstem Rasen bei feinem blauen Himmel mit zauberhaften weißen Wölkchen … ist doch immer schön anzusehen, es steckt die Lebensfreude in solch einem Spiel und die Begeisterung für Gegensätze und Gleichklang in Einem. Hier auf der Baustelle in Kirchheim am Neckar (Drei Giebel) ist es ein doppelter Zufall der die Assoziation rechtfertigt. In der Rohbauphase überraschen die legeren Protagonisten am großen Tag der Betonage der 400qm Betondecke bei regnerischen Wetterbedingungen mit einer einheitlichen funktionalen und doch grade deshalb stylischen farbenfrohen Arbeitskleidung. Die gelben Minions der Betoneinbringekunst und deren roter Capo zeigen uns eine wunderschöne Choreographie. Und nun, Wochen später wo die Brettsperrholzelemente auf die Betondecke treffen, dreht sich der Spaß herum, die knallerot gekleideten Zimmerleute bringen in höchster Präzision die vorgefertigten Holzelemente nach Plan auf die vieleckige Geschoßdecke um unter den wachsamen Augen unserer jüngsten Bauleitung das Gebäude mit den 8 Wohnungen auf dem Betonsockel in die Höhe zur Form der drei Giebel zu bringen.

Nun denn, bleibt alle gesund und lasst es manchmal einfach bunt …

Erste Zehn

Die ‚Erste Zehn‘, ein Heft über Projekte des Architekturbüros Erdudatz der letzten zehn Jahre, mit vielen Texten und Bildern …

Wer Interesse hat ein Heft zum Lesen in den Händen zu halten, bitte einfach kurz melden, unter mail(at)erdudatz.de, und wir senden Ihnen gerne ein Heft zu.

Fast Nacht


Fast Nacht, der Winter soll gehen, böse Masken in alter Tradition auf den Straßen, vertreiben mit Kleppern und Schellen den Winter und dabei wird gefeiert, gelacht und amüsiert was das Zeug hält … stopp … kleiner Unterschied diesmal … die Masken sind immer noch da, mehr wie sonst sogar, aber ohne Kleppern, Glocken und Bonbons die auf die Menschen regnen. Nun denn, behaltet das Lächeln unter der Maske bei. Es lohnt sich. Denn bald ist dann hoffentlich nicht nur der trübe und doch hin und wieder auch zauberhaft schöne Winter vorbei.

Worte Taten

uns sehr gut, wenn Sie gut waren. Taten wiederum bringen gute Worte, wenn die Taten gut waren. Was soll kommen nach der Geschichte der Invasion Ztadudre? Lange war es daher still. Doch jetzt im Herbst 2020, gibt es doch wieder Taten, und auch Worte, über die es zu berichten lohnt.

Im Baugebiet Franzenbrunnen in Saarbrücken sind wir vielschichtig involviert in eine Vielzahl von individuell geplanten Häusern, freistehend, in Reihen von Baugruppen, oder auch als Doppelhaushälfte. Wie gewohnt von uns, nicht dogmatisch in eine Richtung gehend, wird es spannend bleiben durch die verschiedensten Ansätze in Architektur und Gestaltung sowie Konstruktion, nah an den Bauherren, wiederspiegelnd als gebautes Ich, im Idealfall.

Ganz vorne daher heute hier die Nachricht, daß bei der Reihe des ‚Latten Zaubers‚ heute die Hüllen fielen und nach dem Gerüstabbau der Wendepunkt zur Vollendung dieser 4 Reihenhäuser eingeläutet wird. Hier die Eindrücke in Bildern, zum Stichwort Taten

Gute Worte wiederum gibt es hier zum selben Projekt als Teil einer Reportage über das Thema ‚Was wird mit unserem Wald‘ und hieraus der Auszug ‚Bauen mit Holz‘ im Fernsehprogramm des Saarländischen Rundfunks am 22.09.2020

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=92551&t=SR-Mediathek

Invasion Ztadudre

Unsere ganze Aufmerksamkeit in heutigen Zeiten, sind die ständig wandelnden Auswirkungen des kleinen Virus auf unser aller täglich Leben. Doch übersehen wir etwas? Läuft nicht parallel etwas, was wir nicht wahrnehmen, weil wir abgelenkt sind? Schon länger, unauffällig, aber stetig? Nun ja, eine kleine Zahl Ereignisse, die uns beschäftigt, führt uns zu einer absurden Theorie: Baukörper aus Holz, besiedeln unser Land, in verschiedensten Konstellationen, landen Sie, docken Sie an auf unterschiedlichsten Weisen an bestehende Behausungen von uns Erdenbewohnern oder stellen sich frech in die Landschaft…

Es ist die Invasion aus Ztadudre, einem kleinen erdähnlichen Planeten, Lichtjahre entfernt, und doch schon ganz nah? Wie lässt sich das erklären, wie sieht das aus? Hier die Chronik: Zunächst auf einer Garage in Püttlingen (Holz Gewürfelt) dann als schlanker Turm (Turm Poesie) sowie in kristalliner Ausformung als Garage (Pedelec Kapelle) oder getarnt als Inneres, herausgezogen aus dem Kern eines bestehenden Hauses (Kern Gehäusje) in Saarbrücken … und nun, tatsächlich, der Kreis wird größer, mitten im Entstehen sehen wir:

Lang Frau

2019, St. Ingbert / Präzises Andocken an Bestandshaus… aufgewühlte Erde zeigt noch die Wucht des Einschlags und zugleich die Stabilität des langen Baukörpers. Fotografie: Layla Baraké

Impakt Nova

2020, Lebach / Die präzisen Anschlüsse der Kanten des Baukörpers zu den Walmdächern der Garage und des Hauses verblüffen die Betrachter. Fotografin Layla Baraké untersucht den verwunderlichen Einschlag (Impakt) des (Fremd)Baukörpers (Nova) mit Lichtbildtechnologie.

Adler Nest

2020, Beckingen / Die schwebende Position auf den beidseits ausgefahrenen schlanken Landungsstelzen zeigt die wenn auch unwahrscheinlich eintretende Bereitschaft, daß das Adler Nest selbst wieder adlersgleich nach Ztadudre abhebt zur Rückkehr.

Ein Blick in die richtige Richtung mit dem Teleskop zum Planet Ztadudre zeigt uns was geschieht:

Die erdähnliche Umgebung basierend auf einem Kreislauf mit Sonnenlicht, Sauerstoff und Wasser zeigt eine Lebensform verblüffend nah der Unsren in einem Entwicklungsstand irgendwie 200 Jahre zurück und doch weiter Vorne.
Die Bevölkerung fertigt Dinge genial und handwerklich, es gibt keine Industrie, keine Maschinen wie bei uns, geniale Behausungen in hölzernerer Bauweise und überraschend wirkt das Gefüge der politischen Systeme friedlich und ausgewogen und die menschenähnlichen Wesen wirken nicht arm und geschunden, wie wir es von scheinbar technisch weniger entwickelten Gesellschaften erwarten. Der nähere Blick ins Detail zeigt ein Grundprinzip des geschlossenen Kreislaufs bei allen Vorgängen dort, der bei uns überstrapazierte Begriff Nachhaltigkeit scheint hier zu passen …
Doch was übersehen wir, was geschieht noch?
Der Planet dreht sich, zeigt eine abgelegene Zone, Erdöl wird rudimentär gefördert, Erschließung einer beginnenden neuen Epoche … und … Die Weisen des ausgeglichenen Systems haben in einer noch geheimen Mission den Weg gefunden den vielleicht unheilvollen Zeiten, die kommen zu entgehen, dorthin, wo die Erkenntnis reift, wo der Weg aus Sicht der Ztadudrer invers und für Sie in die richtige Richtung läuft … die bezaubernden ,Holzkisten“ landen auf der Erde, docken an und nach ihnen werden die Ztadudrer kommen, um mit uns Ihren und Unsren Weg zusammen zu gehen .

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Schweißnass! Plötzlich wach. Was für ein komischer, ja gar kosmischer Traum! Offenbar haben sich friday for future, Klimaerwärmung, neue komödiante und doch unheilvolle Diktatoren und Covit-19 Pandemie sich zusammen geschlossen um mir ein Streich zu spielen…

Oder doch nicht?

Wir werden sehen, haltet Ausschau, die nächste Kiste landet vielleicht auf ihrem Dach oder auf der Garage ihres Nachbarn!

Oder auf den Bildern Eurer Kinder, die bekanntlich ja immer die Wahrheit sagen (malen), wie ganz oben hier zu sehen war…

Tiny Tour

Freitag der 13te …

Genauer, Freitag der 13.12.2019, um 20 Uhr, man könnte auch sagen: Weltweihnachstfeierntag. Denn die Lokale sind voll von noch recht steifen Versammlungen um die besagte Zeit, bei denen bald schon gute Laune herrscht und im Idealfall auch noch der ein oder andere FauxPas den Abend würzt, bei welchem Kollegen und Kolleginnen abseits der Arbeit sich allesamt treffen und nach schwingenden Reden der Führungskräfte einmal im Jahr es sich schmecken lassen auf Firmenkosten…

Unsere kleine Feier zu jenem Anlaß startet etwas früher und folgt dem im letzten Jahr neu geprägten Prinzip, ‚Kuckucksnestfeiern bei Bauherren‘, 2018 in Püttlingen bei ‚Holz Gewürfelt‘. Nach einem Starter am frühen Nachmittag im Büro, geht es los mit einem Rucksack voller Bier fürs Team und 2 Flaschen Cremant für die lieben Bauherren. Wir laden uns sozusagen selber ein zu einem Plausch und zum Besichtigen der geschaffenen Werke, sozusagen als vorweihachtlicher Büro Ausflug. Gerade auch für Jene, die neu dazu gekommen sind ins Team und die kleinen feinen Projekte noch nicht kennen.

Zunächst huldigten wir der Kultstätte mit den vielen Spitznamen am Rotenbühl und suchten Schutz bei strömendem Regen unter den vielgeneigten Dachflächensegmenten der Pedelec Kapelle.

Hernach ging es an den Homburg wo ein von uns nahezu fertig gestelltes Objekt mit Raum überraschte in der ‚kleinsten Hütte‘. Eine geschlossene Eingangsüberdachung in grauem Kleid aus Faserzementplatten und Camouflage Eingangstür, wird innen zum Möbelstück mit vielen Funktionen, wie Garderobe, Fußabtreter, Briefkasten, Ankommen, Stauraum für den Staubsauger, Staufächer wie in einem Wohnmobil und dann erst geht’s ins eigentliche Haus. Ein Gang und ein Schrank, Ein Gang Schrank? 

Auf der Rückseite des ‚Häuschens‘ befindet sich der Gartenschrank, mit Fächern und Haken für alles was im Garten benötigt wird. Das elegant aufgeständerte Möbelstück ließ an jenem vorweihnachtlichen Abend auch Assoziationen an Orte in Märchen zu, in seiner teils nicht zuzuordnenden Verhältnismäßigkeit der Proportionen. 

Nun denn, wieder wurde klar, Platz ist in der kleinsten Hütte… und auch klar wurde nach der feucht fröhlichen Runde mit Absacker bei der Feier den befreundeten Designern vom bureau stabil, dass wir ein gutes Team sind und uns bei der Runde mehr wie eine Band auf Tour gefühlt haben als eine nur zur Arbeit zusammen verabredete Versammlung (sogenannte Firma) …

Und … es ist immer noch der 13te, ca. 20 Uhr, wieder zu Haus angekommen, wo wir zeitmäßig wiederum am Anfang der Geschichte sind. Viel Spaß dann beim Feiern, all Ihr Weihnachtsfeiernden…  

In diesem Sinne ein Gruß an Alle:

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch allen Freunden, Bauherrschaften, Kollegen und Firmen

Ausgezeichnet

Ein unvergesslicher Abend in München und unser Pokal darf ins Saarland wandern! Die Baugruppe Vier Gewinnt ausgezeichnet im Rahmen des Awards Deutscher Wohnungsbau, das ist schon ein Ding. Wir freuen uns natürlich sehr und bedanken uns hiermit bei der Jury, die das eher kleine und feine Projekt im Vergleich mit den weiteren ambitionierten Preisträgern die in der Mehrzahl im Kontext Bauträger/Investorenprojokete stehen, so anerkannt und ausgezeichnet haben.

Hier der Link zu den Preisträger Projekten:

Der Abend…

Herzlicher Empfang durch die Verlegerin Dr. Marcella Prior-Callwey

Die Vorfreude auf ein leckeres Menu mit guter Unterhaltung…

Die Gruppe der Preisträger mit Jury und Moderation zeigt sich stolz der Kamera

Am Ende wird’s bekanntlich ja immer lustig auf Festivitäten, hier mit den Kollegen, die auch einen Pott mit ins Saarland holen durften…

Alles in Allem, ein gelungener Abend, mit unterhaltsamer Moderation durch die Frau Schöneberger, interessanten Wettbewerbsbeiträgen, die uns noch lange inspirieren werden und somit besten Dank an den Veranstalter / Verlag Callwey und noch ein Gruß an die Küche des Tantris, und nicht zu vergessen, an den eifrigen Mundschenk (sorry, in den besseren Kreisen heisst das natürlich Sommelier), der es geschafft hat, daß wir nicht einmal an jenem Abend ein Glas leer bekommen haben …

Titel

… Seite …

Die erste Seite, und ein schöner Bericht im Heft, nah an den Bewohnern und an dem gemeinsamen Werkes von Bauherren, Architekt und ausführenden Firmen.

Ein großes Dankeschön an den Burda Verlag & die Fotografen für das engagierte Bemühen um diese interessante 2-teilige Serie der 4-Gewinnt Häuser, sowie natürlich vielen Dank an die Bewohner, die so offen und herzlich Ihre Häuser gezeigt haben und sich dafür Zeit nahmen.

‚das HAUS‘ im Juni 2019 und Juli/August 2019:

Teil 2: die fertigen Häuser und Ihre Bewohner: Baugruppe_Vier-Gewinnt_Teil2_Hausbesuch

Teil 1: die Baustelle: Baugruppe_Vier-Gewinnt_Teil1_Baustelle

Baum

Haus

Die Bauaufgabe für die Seele, kein rechter Winkel, kein Plan, keine Regeln außer ggf. Schwerkraft oder so…

Was gibt es Besseres als der Umgebung und dem Wuchs der Bäume zu folgen bis ein abenteuerlicher Platz im steilen Hanggrundstück zum Spielen und zum Verweilen entsteht?

Und natürlich in der Natur der Methodik selbst redend ist Planung und Ausführung der ein und der selbe Arbeitsgang im schnellen Wechselspiel, auch mit den starken Helfern die nicht nur Ihre Kraft sondern auch ihre Ideen einbringen konnten und direkt in der Gruppe verwirklichen durften. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle, denn wie immer ist es auch hier: die großen Schritte macht man gemeinsam und mit schnellen Resultaten, die letzten Schritte wie am heutigen Tage das spannen der letzten absturzsichernden Netze dauert dann doch mal noch locker ein Jährchen bis man wirklich fertig ist…

 

Endlich.Anerkannt.

Vier Gewinnt. Ja klar. Alle Beteiligten wussten es schon lange, daß der Projekttitel kein Zufall war. Und gewinnen ist ja immer relativ… wer gewinnt eigentlich was? Und was ist ein Gewinn eigentlich für Jemanden Einen selbst? Ist man erst dann Gewinner, im Wettbewerb mit Anderen, also sozusagen nur im Vergleich? Oder auch dann, wenn man selbst zufrieden ist mit dem Erreichten, egal was drumherum geschieht? Wieder viele Fragen, und wenig Antworten…
Aber Eines wurde klar, im November 2018 bei der Verleihung der Bauherrenpreise der Architektenkammer des Saarlandes: Auch Andere haben erkannt, daß der Name des Projektes Programm ist. Und daher sagen wir als Architekten und Bauherren gerne mal Danke dafür, und fühlen uns…Endlich…Anerkannt 🙂

Anbei noch der Link zu der Architektenkammer des Saarlandes mit dem Reigen aller Anerkannten und Preistragenden: Bauherrenpreis 2018